Anstrengende Lebensumstände können uns sehr stark belasten – bis zu dem Punkt, an dem Sie das Gefühl haben: Ich kann nicht mehr, ich bin erschöpft, leer und ausgebrannt. Auch beruflicher Stress kann körperliche und psychische Beschwerden auslösen.
Mögliche Ursachen sind oft lang andauernde Über- oder Unterforderung, ständiger Zeitdruck, Konflikte mit Kolleginnen und Kollegen, aber auch extreme Einsatzbereitschaft, die zur Vernachlässigung eigener Bedürfnisse führt.
Die Folgen von beruflichem Stress sind eine häufige Ursache für Krankschreibungen. Auf Stress mit Erschöpfung zu reagieren, ist zunächst ganz normal. Ein Burnout geht aber über das normale Belastungsempfinden hinaus.
Zum Teil ähneln die Beschwerden anderen psychischen Erkrankungen.
Depression
Bestimmte Beschwerden, die dem Burnout zugeschrieben werden, treten auch bei einer Depression auf. Dazu gehören beispielsweise starke Erschöpfung, Niedergeschlagenheit und verringerte Leistungsfähigkeit.
Einige Merkmale eines Burnouts unterscheiden sich allerdings deutlich von denen einer Depression. Bei einer Depression beziehen sich die negativen Gedanken und Gefühle nicht nur auf bestimmte Anforderungen (wie beispielsweise die Arbeit), sondern auf alle Lebensbereiche.
Typische Symptome für eine Depression sind unter anderem mangelndes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle, Hoffnungslosigkeit und Selbsttötungsgedanken.
Diese werden nicht als typische Burnout-Beschwerden gesehen. Deshalb steckt auch nicht hinter jedem Burnout eine Depression. Burnout-Beschwerden können aber das Risiko erhöhen, eine Depression zu entwickeln. Umso wichtiger ist es also, auch Anzeichen für einen Burnout ernst zu nehmen.